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Die
Gebäude in der Stanhope Place, wo sich das Hotel Parkwood befindet,
wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter der Regierung von Wilhelm
IV errichtet, im Zentrum des Stadtteils, damals bekannt unter dem
Namen Tyburnia, in der Nähe des bekannten „Tyburn Tree“,
in den Jahren zwischen 1196 und 1783 dem Galgen des Königs.
Der Tyburn Tree war ein sehr großer triangulärer Aufbau;
die drei Pfosten waren 18 Fuß hoch und die Querbalken 9 Fuß
lang – somit konnten 24 Gefangene auf
einmal erhängt werden (jeweils 8 an jedem Tragebalken). Aufzeichnungen
bezeugen, dass nur einmal in der Geschichte – im Jahre 1649
– dessen volle Kapazität ausgenutzt wurde. Selten aber
gab es Tage, an denen nur ein Gefangener erhängt wurde.
Die Hinrichtungen am Galgen waren ein großes öffentliches
Ereignis. Fast jeden Montag kam eine Menge 10.000 Schaulustiger
zu diesen Exekutionen. Wurde für einen Fall besonders viel
geworben, so konnten auch bis zu 50.000 Besucher erwartet werden.
Die Reichen mieteten die Obergeschossräume in den Häusern
oder den Kneipen entlang des Weges vom Newgate Gefängnis bis
zu den Galgen (Oxford Street war ein Teil dieses Weges und wurde
damals Tyburn Road genannt) an, damit sie die beste Aussicht ergattern
konnten. Die Gefangenen wurden in offenen Karren befördert
und oft hielt der Umzug bei zahlreichern Gasthäusern, wo dem
verurteilten Gefangenen Wein angeboten wurde. Der Begriff „one
for the road“ (d.h. zum Galgen) ist eine Folge dieser Redensart
und es war üblich, dass einer der Wärter beim Wagen bleiben
musste, da diese ja nicht trinken konnten; es wird angenommen, dass
die Phrase „on the wagon“ (d.h. keinen Tropfen anrühren)
aus diesen Zeiten stammt.
Der Henker war zu der Kleidung der Toten berechtigt. Gerade deshalb
trugen einige Gefangene ihre schlechteste Kleidung – sie wollten
nicht, dass der Henker zu viel von ihnen profitierte. Einige Gefangene
hingegen waren entgegengesetzter Meinung und zogen ihre beste Kleidung
an, in der Hoffnung der Henker würde es ihnen demzufolge so
einfach wie möglich machen. Denn der Henker half diesen Gefangenen,
indem er sie an den Beinen zog und diese dadurch schneller starben.
Die letzte Aufhängung an diesem Ort fand am 7. November 1783
statt, als ein Urkundenfälscher sich vom Diesseits verabschiedete.
Heute erinnert eine Gedenkplatte an den ungefähren Standort
der Galgen. Die genaue Stelle ist nicht bekannt. Dennoch existierte
der Tyburn Tree sehr nah bei der derzeitigen Lage des Marble Arch,
wo die Bayswater Road, die Oxford Street und die Park Lane zusammentreffen.
Im hinteren Teil des Hotels befindet sich ein Kloster, das Tyburn
Convent, gegründet neben dem bekannten Ort des Märtyrertums
am Galgen von mehr als 100 römisch-katholischen Reformationsmärtyrern.
Dieses Kloster ist heute das Mutterhaus einer Ordensgemeinschaft
mit Klöstern in England, Schottland, Irland, Australien, Neuseeland
sowie in Peru, Ekuador und Kolumbien. Eine Nonne führt interessierte
Besucher gerne durch deren Heiligenschrein täglich um 10 30
Uhr, 15:30 Uhr und 17:30 Uhr.
Interessante Links
http://www.historic-uk.com/DestinationsUK/SpeakersCorner.htm
http://www.bbc.co.uk/dna/place-london/A988833
http://www.tyburnconvent.org.uk/home/index.html
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